Keine Homo-Partnerschaften am Standesamt, Lesben und Schwule bleiben Bürger zweiter Klasse in Österreich

Einst gab es eine Perspektivengruppe in diesem Land, genauer gesagt eine PR-Aktion der ÖVP, als sie nach verlorenen Wahlen den Anschein von Fortschritten und Veränderung innerhalb der ÖVP erwecken wollte. Damals bekannte sich der jetzige Vizekanzler Pröll in Sachen Homo-Ehe zum Schweizer Modell, also Partnerschaften mit Standesamt – heute weiß er davon nichts mehr.

Die SPÖ wirbt vor jedem Wahlkampf massiv in der Homo-Szene um Stimmen, und bekennt sich VOR den Wahlen auch immer zur Gleichstellung von Lesben und Schwulen vor dem Gesetz. Kommt es aber dazu diese Bekenntnisse zu halten, fällt sie immer um, sei es bei Anträgen im Parlament oder wie eben jetzt wieder als (stimmenstärkere) Partei in der Regierung.

Wie es in einer ORF-Meldung von heute heißt, ist das Partnerschafts-Gesetz für Gleichgeschlechtliche fertig – von den früheren Versprechungen – oder zumindest einer modernen, westlich-demokratischen politischen Linie – gibt es darin keine Spur mehr.

Ein Skandal, eine Frechheit und unmenschlich: Keine Zermenoie, kein Festakt, kein Standesamt – Schwule und Lesben dürfen ihre Partnerschaft „registrieren“ wo sich andere ihre Nummerntafel holen. Ihre Liebe wird gleichgesetzt mit einer Fahrzeugzulassung. Einfach nur widerlich – rot/schwarz eben.

Die absolute Idiotie daran ist, dass um Homos rechtlich gleichzustellen aus dem Ehe-Gesetz nur ein, zwei Wörter gestrichen werden müssten. Stattdessen bildet man lieber ministerienübergreifende Gruppen die ein mehrere Seiten langes Papier aufsetzen und erörtern müssen wie viele zusätzliche Gesetze angepasst werden müssen um die Homos in ein rechltiches Konstrukt zu pferchen dass sie jetzt ganz offiziell zu Bürgen zweiter Klasse macht.

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Von Markus René Einicher