Über die Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit

Mittwoch 30. Jänner 2013 um 19:00
Vortrag im Hörsaal 7 der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

konzipiert von Andreas Brunner und Ines Rieder, QWIEN

Erst 2005 wurden Homosexuelle von der Republik Österreich als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt und bis heute gibt es kein adäquates Gedenken für diese Opfergruppe. Warum es zu dieser späten Anerkennung kam, welche die Grundlagen der Verfolgung und Ermordung von Schwulen, Lesben und TransGendern in der NS-Zeit waren und wie wenig deren Geschichte erforscht ist, stellt der Historiker Andreas Brunner von Zentrum QWIEN in seinem Vortrag zur Diskussion.

Bis heute ist unklar, wieviele Opfer der Feldzug der Nationalsozialisten gegen die als „Volksschädlinge“ denunzierten Homosexuellen forderte. Neben grundsätzlichen Fragen zur Verfolgung von Männern und Frauen wegen des Vorwurfs der „Unzucht wider die Natur“ werden im Vortrag auch die regionalen Forschungsergebnisse vorgestellt, denn selbst wenn es Arbeiten zum Thema gab, sind diese einer breiten Öffentlichkeit meist unbekannt.