Grüne Andersrum Kärnten/Koroška

Homosexuelle Paare in Klagenfurt diskriminiert

Mehrere Homosexuelleninitiativen und die Grünen Andersrum haben die diskriminierende Situation der „Verpartnerung“ in Klagenfurt thematisiert. Mit der Aktion „Protestheirat“ wurde aufgezeigt, dass Klagenfurt auf ein Zeremoniell verzichtet und die Eintragung als Formalakt in einem Büro im Amt für Bevölkerungswesen durchführt (http://www.youtube.com/watch?v=55w8dcAY_6g). „In Villach ist es sehr wohl möglich, dass sich homosexuelle Paare in einem würdigen Rahmen verpartnern – der Bürgermeister der Stadt Klagenfurt Christian Scheider soll sich daran ein Beispiel nehmen. Immerhin hat er uns versprochen, einen Vergleich zu machen, wie das in anderen Städten gehandhabt wird. Und jetzt ist in Villach der Beweis erbracht worden, dass es sehr wohl möglich ist, diesen Akt in einem würdigen Rahmen zu vollziehen“, fordert die Sprecherin von „femme goes queerChristina Blaschun. Sie betont, dass „die Hoffnung auf das Standesamt bzw. auf angemessene Räumlichkeiten noch lebt. Viele Paare warten jetzt ab, ob in Klagenfurt die Pforten geöffnet werden.“

Auch der Sprecher der „Grünen Andersrum Kärnten“ Markus René Einicher wundert sich über den Bürgermeister: „Er betont immer, dass er für alle Menschen da ist. Homosexuelle sind auch Menschen, also muss er auch für ihre Anliegen da sein. Wenn Christian Scheider einen eigenen Kurs beweisen und nicht nur predigen will, kann er das mit dem Zulassen der eingetragenen Partnerschaft am Klagenfurter Standesamt. Sonst wird er seinen eigenen Kurs nur propagieren bis die Medienaufmerksamkeit abgeklungen ist – ohne es mit wirklichen Taten zu beweisen. Das ist meine Befürchtung.“